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Stadt Kassel trauert um Prof. Karl Oskar Blase

Die Stadt Kassel trauert um den verstorbenen Künstler Prof. Karl Oskar Blase. Seit 1958 hatte der bedeutende deutsche Grafiker in und teilweise auch für die Stadt gearbeitet. Für sein Wirken war er unter anderem mit dem Wappenring der Stadt Kassel und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Bertram Hilgen würdigte den Verstorbenen und dessen Lebenswerk: „Mit Professor Karl Oskar Blase hat uns einer der größten deutschen Grafikdesigner der Nachkriegszeit verlassen. Für Kassel war Blase ein Glücksfall, seine Verdienste um unsere Stadt bleiben unvergessen.“

Portrait Prof. Karl Oskar Blase; © Stadt Kassel; Foto: Soremski

Wirken von Prof. Karl Oskar Blase

Karl Oskar Blase wurde am 24. März 1925 in Köln geboren. Im Jahr 1958 wurde Blase Dozent an der Werkkunstschule Kassel, der heutigen Kunsthochschule. Seitdem lebte und arbeitete er in der nordhessischen Metropole. Von 1966 bis 1992 war er Professor für bildende Künste und visuelle Kommunikation an der Kasseler Kunsthochschule. Blase verfasste zahlreiche preisgekrönte Plakate, so auch für den Atlas-Filmverleih und das Kasseler Staatstheater. Für viele Jahre zeigte er sich zudem verantwortlich für das gesamte Erscheinungsbild des Staatstheaters.

„Auch das Erscheinungsbild der Weltkunstausstellung documenta hat Professor Blase mehrfach geprägt“, erklärte Oberbürgermeister Hilgen, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der documenta und Museum Fridericianum gGmbH Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören die Plakate, Signets und Kataloge für die documenta-Ausstellungen 4, 5, 6 und 8. Als Künstler war er in der Abteilung Grafik auf den documenta-Ausstellungen 3 und 8 vertreten.

Bis ins Jahr 1988 gestaltete Blase zudem zahlreiche Briefmarken der Deutschen Bundespost, für die er nationale und internationale Anerkennung erhielt. Oberbürgermeister Hilgen: „Seinem Wirken verdanken wir unter anderem die Briefmarken zum Herkules und zu documenta-Begründer Arnold Bode.“ Insgesamt zeigte sich Blase für die Gestaltung von mehr als 50 verschiedenen Briefmarken und Briefmarkenserien verantwortlich. Für seine Arbeit wurde er 1989 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt.

Der Grafik-Designer Blase gestaltete ferner die Glasskulptur zum Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“, der im Jahr 1990 von Bürgern der Stadt Kassel und der Region gestiftet wurde und seither an Menschen, die sich im Besonderen um Aufklärung, Vernunft und Toleranz verdient gemacht haben, verliehen wird. Im Jahr 1997 entwarf Blase auch ein Logo für die Kasseler Stadtverwaltung, das erst im Jubiläumsjahr 2013 ersetzt wurde.

In der Kasseler Künstler-Nekropole im Habichtswald schuf sich Blase im Jahr 2001 eine eigene Ruhestätte. Nachdem dort seine im Jahr 2006 verstorbene Frau Marga ihre letzte Ruhe fand, wird nun auch Blase unter seinem eigenen Kunstwerk bestattet.

Die Stadt Kassel würdigte das Lebenswerk von Karl Oskar Blase im Jahr 2005 mit der Stadtmedaille und im Jahr 2015 mit dem von der Stadtverordnetenversammlung gestifteten Wappenring. „Ein halbes Jahrhundert hat Karl Oskar Blase das Erscheinungsbild Kassels mitgeprägt und maßgebliche Spuren hinterlassen. Dafür sind wir ihm dankbar“, sagte Bertram Hilgen.

 

Archivbild aus 2015: Oberbürgermeister Hilgen verleiht den Wappenring der Stadt Kassel an Karl-Oskar Blase; © Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski

Archivbild aus 2015: Oberbürgermeister Hilgen verleiht den Wappenring der Stadt Kassel an Karl-Oskar Blase; © Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski


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