Stallpflicht auf Risikogebiet beschränkt – weiterhin gilt Vorsicht

Die Stallpflicht für Geflügelbestände in der Stadt Kassel wird mit Wirkung vom 25. März vom Amt für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit der Stadt Kassel per Allgemeinverfügung weitgehend aufgehoben. Weiterhin bestehen bleibt die Stallpflicht jedoch in dem definierten Risikogebiet der fuldanahen Bereiche. Dieses Gebiet spielt als Rast- und Sammelplatz für Zugvögel und wild lebende Wasservögel eine zentrale Rolle und stellt somit ein besonderes Risiko für die Verbreitung des Geflügelpest-Virus H5N8 dar.

Karte, auf der das Risikogebiet schraffiert ist; © Stadt Kassel; Foto: Wackerbarth Zum Vergrößern bitte ins Bild klicken.

Die Vogelgrippegefahr ist noch nicht vollständig gebannt

Die Vogelgrippegefahr ist aber noch nicht vollständig gebannt. In Hessen sind über 50 bestätigte Fälle von Vogelgrippe aufgetreten, bundesweit gab es bisher 1205 bestätigte Fälle. Davon waren 1124 Wildvögel und 81 Hausvögelbestände betroffen.

Der überwiegende Teil der Geflügelhalter hat von Beginn an, also seit Mitte November 2016 ein hohes Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf die Vermeidung einer Viruseinschleppung in die Geflügelbestände gezeigt. Gerade die vergangenen Monate sind für Halter und Tiere nicht leicht gewesen. Für die Geduld und das Verständnis der Geflügelhalter bedankt sich das Amt für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit der Stadt Kassel. 

Grundlage der weitgehenden Aufhebung der Stallpflicht ist die aktuelle Vogelgrippe-Situation in Hessen und in der Region Kassel. Die aktuelle Zahl von Vogelgrippefällen bei Wildvögeln in Hessen ist rückläufig. Der letzte infizierte Wildvogel wurde am 6. März aufgefunden. Das Hessische Umweltministerium hat daher mit Erlass vom 22. März die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Stallpflicht in Hessen bis auf bestimmte Risikogebiete aufgehoben werden kann.


Weiterhin gelten folgende Ver- und Gebote

Ausstellungen, Börsen und Märkte, auf denen Geflügel gehandelt oder zur Schau gestellt wird, sind im Risikogebiet weiterhin verboten. Ebenfalls nicht erlaubt ist es, Geflügel aus dem Risikogebiet zur Teilnahme an Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen Veranstaltungen zu bringen. Außerhalb des definierten Risikogebietes können lokale Geflügelausstellungen wieder stattfinden, allerdings nur in geschlossenen Räumen. Überregionale Geflügelbörsen, -märkte und Ausstellungen mit Geflügel sind in der gesamten Stadt weiterhin verboten. Auch darf Geflügel nicht zu solchen überregionalen Veranstaltungen gebracht werden. Börsen, Märkte und Ausstellungen mit Tauben und Vögeln anderer Arten sind hingegen möglich, im Risikogebiet jedoch nur in geschlossenen Räumen.

 

Die Biosicherheitsmaßnahmen sind weiterhin notwendig, denn sie bieten den besten Schutz vor einer Einschleppung der Geflügelpest in Bestände mit gehaltenen Vögeln. Alle Geflügelhalter sind daher nach wie vor zur größten Sorgfalt bei den Hygienemaßnahmen aufgerufen.

 

Tote Wild-Vögel melden
Wer einen toten Wildvogel - insbesondere Wasservögel - findet, sollte dies je nach Fundort bei der Stadt bzw. dem Landkreis Kassel melden. Vogelkadaver sollten schon allein aus allgemeinen hygienischen Gründen nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Hunde sollten von Tierkörpern möglichst ferngehalten werden.

Merkblätter und nähere Informationen zum Thema

Kontakt Stadt Kassel

Institution: Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit
Telefon: 0561 787 33 36
E-Mail: veterinaer@kassel.de
Anschrift: Kurt-Schumacher-Straße 31
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan

Kontakt Landkreis Kassel

Institution: Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Telefon: 05692 987 3306
E-Mail: veterinaeramt@landkreiskassel.de
Veröffentlicht am:   24. 03. 2017  


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