Button: Drucken Seite drucken


Spatenstich zur Sanierung und Erweiterung des Kulturzentrums Schlachthofs

Drei Schaufeln zum Spatenstich vor dem Gebäude; © Stadt Kassel; Foto Harry Soremski. Legten selbst Hand an, von links: Stadtbaurat Christof Nolda, Schlachthof-Geschäftsführerin Christine Knüppel und Oberbürgermeister Christian Geselle

"Die große Bedeutung des Kulturzentrums Schlachthof für die Stadt Kassel kann man gar nicht oft genug betonen", hat Oberbürgermeister Christian Geselle beim ersten offiziellen Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung des Kulturzentrums an der Mombachstraße Ende August herausgehoben.

Sowohl als Träger hochwertiger Kulturveranstaltungen mit hochklassigem, abwechslungsreichem Programm als auch als Bildungs-, Beratungs- und Qualifizierungsanbieter für zugewanderte Menschen sei der Schlachthof in der Region und überregional anerkannt. "Diese großartige Arbeit unterstützt die Stadt Kassel gemeinsam mit dem Bund durch die Modernisierung und Erweiterung des Gebäudes. Mit dieser Maßnahme machen wir den Schlachthof fit für die Zukunft."

Mit insgesamt 3,8 Millionen Euro wird das Kulturzentrum Schlachthof in den kommenden zwei Jahren umgebaut und saniert, zusätzlich erhält es einen Anbau mit einem großen Veranstaltungsraum. Die Stadt Kassel beteiligt sich mit 380.000 Euro, aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" fließen 3,42 Millionen Euro in das Projekt. Die umfassende Sanierung war notwendig geworden, weil das Platzangebot mit der stetig wachsenden Nutzungsvielfalt nicht mehr Schritt halten konnte, die technische Installation veraltet war und die sanitären Anlagen zu klein bemessen waren und große Mängel aufwiesen.

Durch zwei Aufzüge, breitere Durchgänge, Behinderten-Toiletten und bessere Raumakustik wird die Barrierefreiheit des Kulturzentrums entscheidend verbessert.

"Dass öffentliche Einrichtungen barrierefrei sind, ist heute eine wichtige Anforderung. Mit diesem Projekt wird der Schlachthof dieser Anforderung voll gerecht", betonte Stadtbaurat Christof Nolda. Dass dabei zusätzlich neuer Raum für erweiterte kulturelle Aktivitäten Geschaffen werden kann, freue ihn besonders.

Der Brandschutz kommt auf den neuesten Stand und ermöglicht künftig größere Veranstaltungen. Das denkmalgeschützte Gebäude wird energetisch saniert und erhält eine komplett neue Haustechnik und größere Sanitärräume. Der Veranstaltungssaal des Anbaus bietet künftig bei Konzerten und Aufführungen Platz für 230 Personen. Die Bühne verfügt über einen separaten Künstlerzugang. Eine gute Luftqualität wird über eine neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gewährleistet. Und schließlich wird mit fachlicher Unterstützung für eine gute Veranstaltungsakustik gesorgt. Diese Maßnahmen schaffen die Voraussetzungen, um die hervorragende Arbeit des Kulturzentrums Schlachthof auch in Zukunft fortzuführen.

Hintergrund

Seit fast 40 Jahren organisiert das Kulturzentrum Schlachthof e.V. ein vielseitiges Kulturprogramm und bietet Bildungs-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote für zugewanderte Menschen an. In seinen Funktionen als Kulturveranstalter, Stadtteilzentrum, Bildungseinrichtung und Jugendhilfeträger ist das Kulturzentrum Schlachthof für die lebendige Praxis einer fortschrittlichen Integrations-, Bildungs-, Jugend - und Kulturarbeit überregional und bundesweit anerkannt.


Seite schließen