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"Unternehmen mit Weitblick" geben Geflüchteten Chance auf dem Arbeitsmarkt

(v.l.n.r.) Christian Geselle (Oberbürgermeister), Michael Schmidt (AWO), Heiko Kannenberg (AS Betriebs-GmbH), Carsten Reckert (CiP City Personalbüro GmbH), Mario Speck (Elektro Speck), Ismail Akar (Hair Design Akar), Beate Zimmermann (Procedo by GPS mbH), Thomas Utz (Residenz Ambiente), Christian Nübling (Geschäftsführer des Jobcenters Stadt Kassel; © Stadt Kassel; Foto: Soremski
Auszeichnung "Unternehmen mit Weitblick 2017" (v.l.n.r.) Christian Geselle (Oberbürgermeister), Michael Schmidt (AWO), Heiko Kannenberg (AS Betriebs-GmbH), Carsten Reckert (CiP City Personalbüro GmbH), Mario Speck (Elektro Speck), Ismail Akar (Hair Design Akar), Beate Zimmermann (Procedo by GPS mbH), Thomas Utz (Residenz Ambiente), Christian Nübling (Geschäftsführer des Jobcenters Stadt Kassel

Oberbürgermeister Christian Geselle hat sieben Firmen als „Unternehmen mit Weitblick 2017“ ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde im Kasseler Rathaus würdigte er die AWO gemeinnützige Gesellschaft für soziale Einrichtungen und Dienste in Nordhessen mbH, das Sandershaus (AS-Betriebs-GmbH), den Frisiersalon Hair Design Akar, die Firma Elektro Speck, die CiP city personalbüro GmbH, die procedo by gps mbh sowie die Residenz Ambiente für ihr erfolgreiches Engagement bei der Integration geflüchteter Menschen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Beispiele reichen vom Handwerksbetrieb mit syrischem Elektriker bis zu einer Zeitarbeitsfirma, die bereits mehr als 30 Geflüchteten erste Perspektiven bietet.

„Sicher ist, dass die Integration – und damit meine ich nicht nur die Integration in den Arbeitsmarkt – uns vor große Herausforderungen stellt“, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle. „Die Unternehmen mit Weitblick zeigen vorbildlich, wie Integration gelingen kann. Sie können dadurch Vorbild für viele weitere Arbeitgeber werden.“

Mit der Auszeichnung der „Unternehmen mit Weitblick“ soll ein breites Spektrum gelungener Integrationsansätze eine Bühne bekommen. „Die Integration Geflüchteter in den deutschen Arbeitsmarkt ist schwierig und langwierig, aber nicht unmöglich. Deshalb ist es an der Zeit, trotz vorhandener Herausforderungen auch einmal positiven Ansätzen Raum zu geben“, erläuterte Carsten Höhre, Integrationsbeauftragter der Stadt Kassel. Die aktuelle Debatte zur Situation Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt betone oft die Defizite, sprachliche und kulturelle Integrationshemmnisse sowie ernüchternde Prognosen, nach denen erst in vielen Jahren ein nennenswerter Anteil Geflüchteter in den Arbeitsmarkt einmünden kann. In Kassel sind Jobcenter, Zukunftsbüro und Wirtschaftsförderung mit einer gemeinsamen Aktion nun einmal den umgekehrten Weg gegangen: Sieben Unternehmen sind vom Arbeitgeber-Service des Jobcenters Stadt Kassel als Unternehmen mit Weitblick 2017 benannt und nun von Oberbürgermeister Geselle ausgezeichnet worden.

 

Die Unternehmen mit Weitblick 2017 im Detail:

  • Die AWO gemeinnützige Gesellschaft für soziale Einrichtungen und Dienste in Nordhessen mbH hat aktuell sechs Auszubildende, fünf Beschäftigte und 15 Praktikanten aus der Zielgruppe. 
  • Im Sandershaus (AS-Betriebs-GmbH) arbeiten neben 5 syrischen Geflüchteten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Südamerika und dem Fernen Osten. 
  • Der Frisiersalon Hair Design Akar bietet einem Geflüchteten die Gelegenheit, neben dem Sprachkurs parallel in Teilzeit zu arbeiten, um dann im Anschluss einen Vollzeitjob anzutreten. 
  • Einen Vollzeitjob hat bereits ein syrischer Elektriker bei der Firma Elektro Speck. 
  • Die CiP city personalbüro gmbh beschäftigt aktuell knapp 25 Menschen aus arabischen und afrikanischen Ländern im Bereich Lagerwirtschaft sowie 15 Geflüchtete im Bereich Seniorenpflege und Hauswirtschaft. 
  • Die procedo by gps mbh hat zwei interne Auszubildende mit Fluchthintergrund und beschäftigt zwei andere bei externen Unternehmen. Die Firma bietet bei Bedarf Module in den Bereichen Spracherwerb, Grundbildung für Elektro-, Metall- und kaufmännische Berufe sowie Teilqualifizierungen an. 
  • Die Residenz Ambiente beschäftigt seit über vier Jahren zwei Mitarbeiter mit Fluchthintergrund und zeigt, dass Arbeitsverhältnisse Geflüchteter keine Eintagsfliegen sind.


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