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Kostenerstattung für Verhütung für Menschen mit geringen Einkünften

Eine neue Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Landkreis Kassel und dem Kasseler Sitz der Deutschen Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V (pro familia) ermöglicht jetzt die Kostenerstattung für Verhütungsmittel, die pro familia an Personen ausgibt, die zur Sicherung ihres Unterhaltes staatliche Leistungen erhalten. Ziel ist es, auch diesem Kreis den Zugang zu Verhütungsmitteln zu ermöglichen, denn viele können die dafür notwendigen Beträge nicht selbst aufbringen.

Anja Deiß-Fürst, stellvertretende Amtsleiterin des Sozialamtes, Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Landrat Uwe Schmidt und Petra Zimmermann, Geschäftsführerin von pro familia. ; © Stadt Kassel; Foto: Elona Abraha
Anja Deiß-Fürst, stellvertretende Amtsleiterin des Sozialamtes, Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Landrat Uwe Schmidt und Petra Zimmermann, Geschäftsführerin von pro familia.

Dieser Situation möchte Bürgermeisterin Ilona Friedrich mit dem "Verhütungsmittelfonds" begegnen. Die Stadt Kassel übernimmt für die bei pro familia Hilfe suchenden Männer und Frauen, die in Kassel wohnen und die genannte Voraussetzung erfüllen, Kosten in Höhe von insgesamt maximal 3.000 Euro in 2018. "Es ist wichtig, dass alle Menschen selbstbestimmt über ihre individuelle Familienplanung entscheiden können. Durch die Möglichkeit, die durch pro familia eröffnet wurde und die Kostenerstattung durch die Stadt Kassel wird dies erheblich erleichtert."

Eine Berechtigung zur Übernahme zur Kostenübernahme liegt vor bei Bezug von Leistungen nach dem SGB II, existenzsichernden Leistungen nach dem SGB XII, Wohngeld, Kinderzuschlag, Leistungen nach dem AsylbLG sowie bei bedürftigen Studierenden, Auszubildenden oder aufgrund von Besonderheiten im Einzelfall (Z.B. bei Behinderung). Das Sozialamt erstattet pro familia auf Nachweis in 2018 einen Betrag in Höhe von bis zu 3.000 Euro, ab 2019 einen Betrag in Höhe von jährlich bis zu 5.000 Euro für Personen mit Erstwohnsitz in Kassel. Die Vereinbarung verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn sie nicht bis zum 31. Oktober eines Jahres gekündigt wurde.

Auch der Landkreis Kassel beteiligt sich an der Kostenübernahme und der Vereinbarung mit pro familia. "Wir stellen bis zu 2.000 Euro jährlich zur Verfügung und werden diesen Betrag je nach Inanspruchnahme der Kostenerstattung anpassen", informiert Landrat Uwe Schmidt.

"Wir freuen uns sehr, dass für Frauen und Männer, die ein geringes Einkommen haben, Empfängnisregelung wieder finanzierbar wird und gute Verhütung nicht am Geld scheitern muss", begrüßt die Geschäftsführerin von pro familia, Petra Zimmermann, die Vereinbarung mit der Stadt und dem Landkreis Kassel.


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