Das diesjährige Thema des von der WHO verantworteten Weltgesundheitstages am 7. April 2010 ist die Gesundheitsförderung in Städten.
In einer weltweiten Kampagne will die WHO zeigen, wie das Leben in Städten gesundheitsfördernd gestaltet werden kann.
Die Vielfalt der hierbei auftretenden Probleme und deren Lösungen sollen in der Kampagne "1000 Städte - 1000 Lebenswelten" präsentiert werden.
Die Gesundheitsdezernentin der Stadt Kassel, Anne Janz, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Stadt Kassel diesen Ansatz der Weltgesundheitsorganisation bereits seit 1986 durch ihre Mitgliedschaft im Gesunde-Städte-Netzwerk verfolgt.
"Das Gesunde-Städte-Netzwerk lebt von der Überzeugung, dass Gesundheit nur gemeinsam von Verwaltung und bürgerschaftlichen Engagement befördert werden kann", betont die Gesundheitsdezernentin. Deshalb sei sie auch froh darüber, dass die Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes mit den Selbsthilfegruppen in Kassel so gut und intensiv sei, so Anne Janz. Als weitere Beispiele für gute Kooperation benannte die Gesundheitsdezernentin die Gesprächsreihe "Gesundheit im Gespräch", die gemeinsamen mit ambulanten und stationären Versorgern sowie Krankenkassen und HNA ausgerichtet werde und den Runden Tisch Hospizarbeit, der vom Gesundheitsamt koordiniert werde.
"Bezüglich des WHO-Konzeptes zur Förderung gesunder Städte sind wir in keiner schlechten Position", erklärte die Dezernentin, "was nicht heißt, dass wir nicht noch besser werden wollen".
Die Weiterentwicklung des interdisziplinären Ansatzes für ein gesundes Leben in den Städten ist auch das erklärte Ziel der Leiterin des Gesundheitsamtes der Region Kassel, Frau Dr. Karin Müller. "Wichtig ist, dass Gesundheit niemals nur Ziel und Erfolg des Gesundheitswesens sein kann, sondern in allen Lebensbereichen vom Hausbau bis zum Auto, vom Spielzeug bis zum Lebensmittel bedacht und berücksichtigt werden muss" stellt die Amtsleiterin aus Anlass des Weltgesundheitstages 2010 fest.