VERONIKA (Forschungsprojekt gefördert mit Mitteln des BMVI)

Bild Straßenverkehr; © Dr. Thorsten Miltner

In Kassel wird die Vernetzung von Fahrzeugen und Ampeln für einen besseren Verkehrsfluss erforscht. Dafür werden Straßenbahnen, Busse und Rettungsfahrzeuge für den Austausch operativer und strategischer Daten mit "On-board Units" ausgerüstet.

Die Reduktion der negativen Umweltwirkungen des motorisierten Verkehrs ist insbesondere in urbanen Räumen eine der größten Herausforderungen, vor der kommunale Verkehrsverwaltungen momentan stehen. Kooperative Systeme, bei denen Fahrzeuge und verkehrstechnische Infrastruktur untereinander vernetzt sind und Daten austauschen, können zu einer energieeffizienten Fahrweise und somit zur Emissionsreduktion beitragen.

Im Vorhaben VERONIKA (Vernetztes Fahren des öffentlichen Nahverkehrs in Kassel) soll eine intelligente Vernetzung von Fahrzeugen und Lichtsignalanlagen (Ampeln) sowohl zu einer netzweit energiesparenden Fahrweise als auch zu einer emissionsreduzierenden Lichtsignalsteuerung beitragen. Im Digitalen Testfeld Kassel werden dazu voraussichtlich 15 Lichtsignalanlagen mit entsprechender Kommunikationstechnik ausgerüstet. Diese verfügt über einen neuen digitalen Funkstandard im 5,9 GHz-Frequenzband (IEEE 802.11p), mit dem Daten und Informationen z.B. mit vorbeifahrenden Straßenbahnen, Bussen und Rettungsfahrzeugen ausgetauscht werden können. Hierzu werden zunächst etwa 10 Fahrzeuge passend ausgerüstet. Die Geräte in den Fahrzeugen geben den Fahrern auf der Grundlage der ausgetauschten Daten entsprechende Handlungsempfehlungen zu einer energieoptimalen Fahrweise. Die Lichtsignalanlagen erhalten im Gegenzug Daten bspw. zur Fahrstrategie der sich nähernden Busse und Straßenbahnen. Dadurch soll den öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst sekundengenau eine Freigabe eingeräumt werden. Da diese Freigaben dann kurzer sind, kann eine Reduktion von Wartezeiten und Halten erreicht werden.

Von den Ergebnissen des VERONIKA-Projektes profitieren neben der Stadt Kassel als Betreiber der Lichtsignalanlagen auch kommunale und regionale Verkehrsunternehmen. Betreiber von Einsatzfahrzeugen mit Sondersignal sind ebenfalls eine wichtige Zielgruppe der digitalen Vernetzung. Die ausgewählten Anwendungspartner werden mit ihren wertvollen Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis einen wichtigen Beitrag zum Projekterfolg leisten.

Als Anwendungspartner sind die KVG (Kasseler Verkehrsgesellschaft, Kassel), der NVV (Nordhessischer Verkehrsverbund, Kassel) mit der BKW (Bad Wildunger Kraftwagenverkehrs- und Wasserversorgungsgesellschaft mbH, Bad Wildungen)  und der ASB (Arbeiter Samariter Bund, Kassel) vorgesehen.

 Die Projektlaufzeit ist vom 1.1.2017 bis 30.6.2019.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Ansprechpartner

Institution: Stadt Kassel - Straßenverkehrs- und Tiefbauamt
Ansprechpartner: Dr.-Ing Thorsten Miltner
Telefon: 0561/787-3036
Telefax: 0561/787-3140
E-Mail: thorsten.miltner@kassel.de
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Veröffentlicht am:   17. 01. 2017  

Service

Social Media