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Inklusive Bildung in der Stadt Kassel

Die Stadtverordneten der Stadt Kassel haben in Ihrer Sitzung am 20. Juli 2015 mit großer Mehrheit den Beschluss gefasst, die Kooperationsvereinbarung mit dem Land Hessen über die "Modellregion Inklusive Bildung in der Stadt Kassel" abzuschließen. Die "Modellregion Inklusive Bildung" wird die konkrete Umsetzung der inklusiven Bildung in Kassel in den nächsten vier Jahren unterstützen. Es werden Landesressourcen und kommunale Ressourcen gesichert, die den inklusiv arbeitenden Schulen in Kassel zur Verfügung gestellt werden können. Unser Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen, deren Eltern es wünschen, die inklusive Beschulung in Kasseler Schulen zu ermöglichen so Schuldezernentin Anne Janz.  


Die inklusive Beschulung in Kassel wird in gemeinsamer Verantwortung vom Land Hessen und der Stadt Kassel Schritt für Schritt umgesetzt. Es handelt sich dabei um einen langfristigen Prozess, der nicht in fünf Jahren abgeschlossen sein wird. Die Geschwindigkeit der Umsetzung ist abhängig vom "Wahlverhalten" der Eltern und von den zur Verfügung stehenden Ressourcen um den Umbau zu unterstützen.

Erste Veränderungen gibt es bereits zum neuen Schuljahr. Das regionale Beratungs- und Förderzentrum an der Astrid-Lindgren-Schule nimmt seine Arbeit auf. Die dort angesiedelten Förderschullehrerinnen und –Lehrer werden dann überwiegend in inklusiv arbeitenden Regelschulen eingesetzt.

Aber auch für Eltern, die die Beschulung an einer Förderschule wünschen, wird ein Angebot in der Stadt Kassel vorgehalten. D. h., für jeden Förderschwerpunkt soll auch in Zukunft ein stationäres Angebot in der Stadt Kassel für die Kasseler Schüler/innen zur Verfügung stehen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden Land und Kommune in den kommenden vier Jahre im Rahmen der Modellregion in gemeinsamer Verantwortung für die Umsetzung der inklusiven Bildung in der Stadt Kassel wirken.

Zum Hintergrund : Die UN-Behindertenrechtskonvention, die vom Bund ratifiziert und im Hessischen Schulgesetz umgesetzt wurde, fordert eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung aller Menschen. Inklusive Beschulung fordert die Beschulung aller Kinder und Jugendlichen (mit und ohne Beeinträchtigungen) im Regelschulsystem, soweit die Eltern dies wünschen.


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