Auslandspraktikum in Rovaniemi, Finnland

Julia Nortmann; © privat
Julia Nortmann in der finnischen Wildnis

Ein Praktikumsbericht

Schon zuvor, wenige hundert Meter vom finnischen Boden entfernt, habe ich mich gefragt "Wo befindet sich eigentlich die Stadt?" Die Frage stellte ich mir zu Recht, wo ich doch weit und breit nur von Wald und Wiesen, zwischendurch mal ein großer See und dann wieder riesige Flächen von Wald umgeben war. Von einer größeren Stadt oder Siedlung konnte man nichts sehen. Doch dies war nicht der einzige Moment, während meiner vierwöchigen Praktikumszeit, in der ich mir diese Frage gestellt hatte. Denn ich war darauf vorbereitet, in Europas flächengrößte Stadt, die Hauptstadt Lapplands zu reisen. Und schon in diesem Augenblick wurde mir klar, wie dünn Finnland eigentlich besiedelt ist.

Freundlicherweise hat mich meine Kollegin Jutta am Montagmorgen direkt vor der Pension abgeholt. Ich wurde sehr herzlich begrüßt und zu meinem großen Glück beherrschte Jutta die deutsche Sprache perfekt, denn sie hat 6 Jahre Veterinärmedizin in Gießen studiert. Mein Praktikum fand im Umwelt- und Gesundheitsamt der Stadtverwaltung Rovaniemi statt. Nach einer kurzen Fahrt mit Jutta durch Rovaniemi wurde ich auf eine ausgedehnte Kaffeepause mit den neuen Kollegen im Gesundheits- und Umweltamt eingeladen. In einer lockeren Runde wurden mir die wichtigsten Aufgaben des Amtes nähergebracht. Diese sind sehr vielfältig, interessant, abwechslungsreich und reichen unter anderem von der Nahrungsmitteluntersuchung in Geschäften und Hygienekontrollen in verschiedenen Einrichtungen über Untersuchung von Schwimm- und Trinkwasser, Überprüfungen in Tabakangelegenheiten und von Gebäudezuständen bis hin zur Durchsetzung von Tierrechten und Sicherheitsfragen im Tourismusbereich. Der Auslandsaufenthalt in Finnland war eine sehr schöne Zeit, die mich, obwohl er nur einen Monat dauerte, noch lange prägen wird. Ich hatte die Chance wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln und hinter die Kulissen einer ausländischen Stadtverwaltung zu schauen und mitzuwirken.

Julia Nortmann


 

Veröffentlicht am:   06. 12. 2012  


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